Waren die Covid19-Lockdowns überflüssig, wirkungslos oder gar kontraproduktiv

Autor: anonym Themen: Covid-19 Datum: 16. Oct 2020 18:03 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Am 11. Oktober 2020 wurde hier um 01:24 Uhr in einem Kommentar – in Bezug auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie – behauptet: „die These, dass gerade die Maßnahmen helfen,“ sei „nicht haltbar“. „Im Gegenteil, vielmehr die Maßnahmen selbst“ hätten „zu höheren Sterblichkeit bei(ge)tr(a)gen.“ Zur Begründung wird auf einen Artikel auf der Webseite medium.com verlinkt.

Dort heißt es: „these increases (of mortality) did not begin before the lockdowns were imposed, but after.“ Gestützt wird diese Aussage auf Graphiken aus der Financial Times zur sog. Übersterblichkeit (also der Zahl der Todesfälle in diesem Jahr, verglichen mit den Zahlen der Vorjahren), in die zusätzlich der Beginn des jeweiligen Lockdowns eingetragen wurden.

Inzwischen wurden der Kommentar und der Artikel, auf den er sich bezog, gesperrt (was ich nicht bedauere). Da der Kommentar aber einige Tage online war und vermutlich auch gelesen wurde, lohnt es sich vielleicht dennoch dem Kommentar und dem dort verlinkten medium.com-Artikel nachträglich zu widersprechen.

1. Es ist völlig logisch, dass die Todesfall-Zahlen (noch) nach Lockdown-Beginn stiegen

a) ... Das Virus wirkt bekanntlich – anders als bspw. ein Schuss ins Herz – nicht Knall auf Fall tödlich, sondern: Leute infizieren sich; es dauert einige Tage bis ggf. Symptome auftreten; es dauert weitere Zeit, bis die Symptome ggf. so schlimm werden, dass Leute ins Krankenhaus müssen. Dort ringen die Betroffenen und das Krankenhauspersonal mit dem Tod – und ganz am Ende sterben rund 3 % der statistisch erfassten Infizierten.

Folglich ist völlig klar: Auch nach einem Lockdown wirken die hohen Infektionszahlen von vor dem Lockdown in Form hoher Todeszahlen nach. Diejenigen, die am Tag des Lockdowns bereits infiziert sind, gehen erst – nach evtl. Testung – mit einigen Tagen Verspätung in die Statistik ein und sterben ggf. noch später.

Die ‚surprise‘ (Überraschung), die der medium.com-Autor meint, ausfindig gemacht zu haben, ist also gar keine.

b)* Nun mag der Autor einwenden: Die Übersterblichkeit hätte ja trotzdem schon vor den Lockdowns gegeben sein können und wäre diesenfalls danach nur nicht gleich gesunken.
Diese Überlegung geht aber daran vorbei, dass das Ziel eines Lockdowns ja nicht erst sein sollte, eine bereits eingetretene Übersterblichkeit wieder zu senken, sondern das Ziel sein sollte, die Übersterblichkeit zu vermeiden.
Dass es trotz der Lockdowns zu Übersterblichkeit kam, zeigt also nicht, dass diese nutzlos oder gar kontraproduktiv waren, sondern dass die Regierungen zu lange gezögert hatten (die Regierungen waren ja – aus naheliegenden wirtschaftlichen Erwägungen – keinesfalls scharf darauf, Lockdowns zu verfügen).
Mit anderen Worten:
• Ein rechtzeitiger Lockdown verhindert, dass es überhaupt zu Übersterblichkeit kommt. Er muss bereits einige Zeit vor dem Eintritt der Übersterblichkeitkeit, zu der es anderenfalls kommen würde, verfügt werden.
• Ein Lockdown, der zu spät – aber nicht sehr zu spät – erfolgt, führt dazu, dass die Übersterblichkeit erst nach Lockdown-Verfügung beginnt, aber bald danach sinkt – heißt also, dass ein Teil des Schadens, der verhindert werden soll, – mangels Rechtzeitigkeit der Abhilfe – in Kauf genommen wird.
• Nur ein Lockdown, der
sehr zu spät* erfolgt, würde den statistischen Befund bedeuten, den der medium.com-Autor vermisst: dass die Übersterblichkeit, sogar schon vor dem Lockdown bestand – aber auch dann würde sich der positive Effekt des Lockdowns zwangsläufig (s.o.: Zeitspanne von der Infektion bis zum Tod) erst mit einer gewissen Verzögerung bemerkbar machen.

c) In medium.com-Artikel heißt es: „Moreover, in almost every case, they (increases of mortality) began immediately after.“ Auch das beweist nicht, was beweisen soll – nämlich, dass die Lockdowns die Ursache der Todesfälle seien. Vielmehr beweist es das gerade Gesagte: Die Lockdowns wurden nicht so rechtzeitig verfügt, dass sie eine Übersterblichkeit noch vollständig hätte vermeiden können, sondern auf den allerletzten Drücker – als die Virusverbreitung bereits so sehr zur außer Kontrolle geraten war, dass bereits absehbar war, dass es nicht bei ein paar statistisch unbedeutenden Todesfällen bleiben wird. Es war bereits absehbar, dass es zu Übersterblichkeit kommen wird – und es ging nur noch darum, deren Ausmaß zu begrenzen.

2. Die relative geringe Übersterblichkeit in der BRD beweist, dass nicht die Lockdowns, sondern das Virus die Ursache der Todesfälle war

a) Wenn nicht das Virus, sondern der Lockdown die Todesursache wäre, dann müsste es auch in der BRD eine hohe Übereinsterblichkeit geben (der vermeintlich tödliche Effekt des Lockdowns müsste überall ähnlich sein). Zur BRD enthält der verlinkte Artikel aber keine Graphik. Die Information lässt sich nachtragen – in der BRD war die Übersterblichkeit vergleichsweise gering: ...

3. Auch in Ländern mit hoher Übersterblichkeit sanken die Neuinfektionsbestätigungen und Todesfall-Zahlen innerhalb der zu erwartenden Zeiträumen nach den Lookdown-Verfügungen

...

4. Schweden: Sanfte Präventionsmaßnahmen und – im nordeuropäischen Vergleich: sehr hohe; im europäischen Vergleich: überdurchschnittliche – Infektions-, Covid19-Todes- und Überstreblichkeitszahlen

Sehen wir uns nun zum Vergleich Schweden an, das nur sehr milde Präventionsmaßnahmen ergriffen hat.

Der Verzicht auf strenge Lockdown-Maßnahmen hat Schweden – auf‘s ganze bisherige Jahr gerechnet – eine Übersterblichkeit von 20 % beschert, während seine Nachbarstaaten Dänemark und Norwegen mit 4 bzw. 5 % (und die BRD mit 6 %) davonkamen; Island hat eine Übersterblichkeit sogar ganz vermeiden können ...

5. Es ist nicht im geringsten ersichtlich (geschweige denn: dargelegt), wie (durch welches Ursache-Wirkungs-Verhältnis) die Lockdowns die Übersterblichkeit hätten verursachen können

Schließlich: Wer behauptet, nicht das Virus, sondern der Lockdown sei die Ursache der Übersterblichkeit, müsste in der Lage zu sein zu erklären, worin denn die tödliche Wirkung des Lockdowns liegen soll. Dazu wird aber in dem medium.com-Artikel nichts gesagt und dafür ist auch keine Erklärung ersichtlich. Vielmehr reduzierten die Lockdowns auch das Risiko von anderen Infektionskrankheiten sowie Verkehrs- und Arbeitsunfällen.

Vollständiger Artikel in der beigefügten .pdf-Datei.


Datei(en): Unlog_Behauptung.pdf
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Kommentare:

Fragezeichen

Autor: anonym Datum: 16. Oct 2020 18:16 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Leider ging das Fragezeichen, das am Ende der Überschrift stehen sollte, verloren. (Die gestellte Frage wird im Artikel verneint.)

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Zu Punkt 5

Autor: anonym Datum: 16. Oct 2020 19:24 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

zu 5: "Es ist nicht im geringsten ersichtlich (geschweige denn: dargelegt), wie (durch welches Ursache-Wirkungs-Verhältnis) die Lockdowns die Übersterblichkeit hätten verursachen können" : es gibt negative Konsequenzen von Lockdownmassnahmen, einige werden statistisch erfasst, andere wahrscheinlich eher nicht.
Erfasst wurde zum Beispiel eine Zunahme häuslicher Gewalt in Berlin. Vermutet werden kann eine negative Auswirkung für psychisch Erkrankte (vor allem Depressionen) und Abhängige, inklusive der Auswirkungen (Suizide).
Ob das alles für eine Übersterblichkeit sorgen kann ? Wahrscheinlich eher nicht.
Aber völlig unproblematisch sind die Lockdowns auch nicht.

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Ja, ich stimme zu

Autor: anonym Datum: 16. Oct 2020 20:02 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> Aber völlig unproblematisch sind die Lockdowns auch nicht.

Ja, ich stimme völlig zu (es schlägt ja auch niemand vor, Lockdowns zum Dauerzustand zu machen).

Und sicherlich wäre sinnvoll, im Detail zu untersuchen, welche einzelnen Elemente der Lockdowns (wie sehr) eine positive Auswirkung hatten und welche unerwünschte Nebeneffekte hatten.

Dass die Mall of Shame und andere Konsumtempel zu hatten, dürfte vermutlich kaum zur Zunahme von häuslicher Gewalt geführt haben; dass Kitas und Schulen (weitgehend) zu hatten, dürfte dagegen schon zu mehr Stress für Eltern und einer Eskalation häuslicher Gewalt geführt haben.

Aber bei expontentiell steigenden Infektionszahlen war es richtig, schnell und entschieden zu handeln (auch von der häuslichen Gewalt ist die letztliche Ursache ja nicht der Lockdown, sondern das Patriarchat) - und tendenziell wäre es richtig gewesen, schneller zu handeln.

Dagegen wäre es vermutlich sinnvoll gewesen bei den Lockerungen langsamer vorzugehen - um Schritt für Schritt feststellen zu können, wie sich die einzelnen Lockerungen auf die Infektionszahlen auswirken (wobei da dann noch der 'Wetter-/Jahreszeit-Effekt', den es augenscheinlich gibt, rausgerechnet werden müsste).

Wäre das gemacht worden, dann wüssten wir jetzt genauer, welche Wiederverschärfungen notwendig und sinnvoll sind.

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Dieser Kommentar wurde entfernt.

Quatsch, zumindest teilweise

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 22:35 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

"Weißrussland und Schweden, haben keinen negativeren Verlauf als viele andere Länder erlebt"

Das Beispiel Schweden wurde bereits im Artikel selber widerlegt. Also wenn du schon das Gegenteil behauptest, dann bitte mit einer Argumentation und ein paar Zahlen.
Bei Weißrussland müssen die Zahlen generell eher angezweifelt werden (aufgrund der staatlichen Strukturen), taugt also auch eher wenig in der Diskussion.

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Tellerrand

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 22:57 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

ach so, man glaubt nur den eigenen staatlichen strukturen?

Ja ja, in Schweden wars bissl mehr, aber fast alle in Pflegeheimen...und sicher an Corona oder nur mit?
Durschnittsalter 85! Ja das würd ich sofort unterschreiben! Hey!

Und jetzt isses vorbei.

Die Verdopplung der Armen. Die 1,6 Milliarden Arbeitslosen, von der die ILO spricht. Der Anstieg an Ebola und Tuberkulose (und das ist scheiß gefährlich) auch in der Ukraine aber v.a. Afrika....die Kollateralschäden sind immens!!!!!!

Was damit? Sind nur noch Covid-Tote gute Tote???

Es ist ja zum verrückt werden hier

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@ "sicher an Corona oder nur mit?"

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 23:29 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Wie schon in dem Artikel gesagt:

Dass es in Schweden (und vielen anderen Ländern) - zeitgleich zum Höchststand der Covid19-Todesfälle - auch eine statistische Übersteblichkeit gab, beweist, dass die Leute nicht nur mit, sondern wegen Covid19 gestorben sind.

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@ Sven

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 22:44 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> In den meisten Ländern blieb das Verhältnis von positiven Tests zu Tests insgesamt (sog. Positivenrate) stets unter 20%.

Das ist doch völlig irrelevant! -

Interessant sind vielmehr die hier beigefügten Schwankungen (die zeigen, dass ein Teil des aktuellen Anstiegs der Neuinfektionen-Bestätigungen zwar auf die - vernünftige! - Erhöhung der Zahl der Tests zurückzuführen ist, aber auch die Positivquote gegenüber dem Sommer wie deutlich steigt.

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Wie schon gesagt:

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 23:09 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Der Anstieg der Todeszahlen folgt logischerweise dem Anstieg von Infektions- und Krankenhaus-Einweisungs-Zahlen erst nach.

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Beispiel: Steigende Todeszahlen in Spanien

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 23:16 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> es stirbt ja kaum einer mehr daran

Sieh dir die Kurve für Spanien, das anderen Ländern beim Anstieg der Neuinfektions-Bestätigungen voraus ist, an - und wirst sehen: Mit der zu erwartenden Verzögerungen folgt einem Anstieg der Neuinfektions-Bestätigungen ein Anstieg der Todeszahlen.

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Trifft auch nicht zu!

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 23:08 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> Schweden ... profitiert nun von einer hohen Immunität.

Stimmt auch nicht; auch in Schweden steigt die Zahl der Neuinfektions-Bestätigungen seit Anfang September wieder (siehe Foto) - und zwar stärker als in Finnland, Norwegen und Estland. - In Dänemark stiegen die Zahlen zwar zeitweilig stärker als in Schweden; die aktuelle Zahl ist aber mehr oder minder gleich hoch. Nur Island hat - von den nordischen Ländern - im Moment deutlich mehr Neuinfektions-Bestätigungen als Schweden - kann sie sich aber wegen seiner sehr jungen Bevölkerungsstruktur anscheinend auch 'leisten'.

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Ja und

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 13:46 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

wie viel sterben?

VIren und Bakterien aller Art kann man natürlich quer beet durch die Bevölkerung nachweisen, zumal ein VIrus wie da Coronavirus schon seit Jahrzehnten bekannt und virulent ist.

Allein, es stirbt ja keiner (fast) mehr daran...

Das war mal der Witz an dem Begriff Pandemie: Ansteckende Krankheit, an der viele Menschen sterben...

und jetzt suchen die Verzweifelten jeden Toten, den sie finden können irgendwo anzuführen, nur allein es gibt keine besonders hohe Übersterblichkeit...und woher die rührt, ist mitnichten geklärt!

Die WHO selbst sprach letze Woche von 0,14. Dabei gilt auch zu beachten wer stirbt (Altersstruktur) und mit was. Fast alle haben tödliche Krankheiten. Unter 60 ist es im Grunde unmöglich, daran zu sterben. Auch so überlegen 99,86 % aller gemeldeten Fälle.

Wollen wir das Autofahren auch verbieten? Ist ja auch ne Art Pandemie, die sich weltweit verbreitet hat über die letzen 140 Jahre.
Oder Coca-Cola...

Oder überhaupt das Leben. Manche mögen sich wohl wundern, dass die Wahrscheinlichkeit zu sterben bei 100 % liegt.

Ist es nicht einfach zu gefährlich. Sollten wir es nicht besser gleich lassen?

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USA: eine 1/4 Mio. Menschen von der Übersterblichkeit betroffen

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 14:28 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> es gibt keine besonders hohe Übersterblichkeit...und woher die rührt, ist mitnichten geklärt!

Allein in den USA ist schon eine 1/4 Millionen Menschen von der Übersterblichkeit betroffen (siehe Bild) - und woran die liegt ist auch klar:

Zum größten Teil an den dortigen fast 220.000 nachgewiesenen Covid19-Toten:

https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=COVID-19_pandemic_in_the_United_States&oldid=984150513#cite_ref-JHU_6-0

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@ "Unter 60 ist es im Grunde unmöglich, daran zu sterben."

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 14:35 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> Unter 60 ist es im Grunde unmöglich, daran zu sterben.

In der BRD, wo es bisher - aus bekannten Gründen - relativ wenig Covid19-Tote gibt, sind knapp 500 Menschen unter 60 an Covid19 gestorben; und die, die in ihren 60ern daran gestorben sind, waren eigentlich gerade bei, ihre Rente zu genießen oder sich darauf vorzubereiten.

Und was die über 69-jährigen anbelangt:

Der zeitliche Zusammenfall des bisherigen Höchststandes von statistischer Übersterblichkeit und des bisherigen Höchststandes von nachgewiesenen Covid19-Toten beweist, dass auch die über 69-Jährigen ohne Covid19 noch länger gelebt hätten.

Quelle zum Bild:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Okt_2020/2020-10-13-de.pdf?__blob=publicationFile - Seite 10

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USA: Fast 17.000 Covid19-Tote unter 55 Jahre

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 16:17 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Noch einmal zu:

> Unter 60 ist es im Grunde unmöglich, daran zu sterben.

In den US gibt es bisher - Stand: 10.10.2020 - fast 17.000 Covid19-Tote mit einem Alter von unter 55 Jahren.

  • Das sind zum einen fast 8,4 % aller Covid19-Toten; weitere 12,8 % der Covid19-Toten starben im Alter von 55 - 64 Jahren. - Also: Über 20 % waren jünger als 65 Jahre.

  • Zum anderen sind jene 17.000 Covid19-Tote fast 6 % aller Todesfälle in der entsprechenden Altersgruppe in diesem Jahr in den USA. Über alle Altersgruppen hinweg machen die Covid19-Toten fast 10 % aller bisherigen diesjährigen USA-Toten aus.

Quelle:
https://data.cdc.gov/NCHS/Provisional-COVID-19-Death-Counts-by-Sex-Age-and-S/9bhg-hcku/data + eigene Berechnungen.

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Japan

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 07:21 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

> Länder ohne Lockdown, wie Japan, Weißrussland und Schweden, haben keinen negativeren Verlauf als viele andere Länder erlebt.

Japan hat jedenfalls deutlich mehr Covid19-Todesfälle pro 1 Mio. EinwohnerInnen als die umliegenden Staaten und Gebiete China, Südkorea und Taiwan.

https://ig.ft.com/coronavirus-chart/?areas=chn&areas=kor&areas=jpn&areas=twn&areasRegional=usny&areasRegional=usca&areasRegional=usfl&areasRegional=ustx&byDate=1&cumulative=1&logScale=0&perMillion=1&values=deaths

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PS.: Japan-Graphik

Autor: anonym Datum: 18. Oct 2020 07:26 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Das Bild zur vorgehenden Antwort:

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Lesenswerte Zusammenfassung zur Testgenauigkeit

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 15:11 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion Melden Kommentieren

Vielen Dank

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 20:55 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Zwei Anmerkungen:

1. Ich fand den - am Ende des VP-Artikels verlinkten - Text:

https://docs.google.com/document/d/1zxdLk5ncvhSMwdeDmk-fYUN-cqPcIzLZB4Fbq3RIX3I/edit

eingängiger und 'sympathischer'/überzeugender (da auf Polemik verzichtend) als den VP-Artikel selbst.

2. Mir scheint:

  • Darüber, ob 99,5 oder 99,95 % der positiv ausfallenden (d.h.: infektions-bestätigenden) Tests korrekt sind, mag die Fachwelt streiten.

  • Für die politische Diskussion ist es ein fundamentaler Unterschied, ob behauptet wird,

++ 0,5 (oder sogar noch mehr) Prozent aller Tests seien fälschlicherweise positiv (was totaler Unsinn ist)

oder ob vielmehr gesagt wird,

++ 0,5 (oder sogar nur 0,05) Prozent der positiv ausfallenden (d.h.: infektions-bestätigenden) Tests seien fälschlicherweise positiv.

Im zweiten Fall handelt es sich - so oder so - um eine vernachlässigenswerte Größe; im ersten (irrealen) Fall würde es einen beträchtlichen Unterschied ausmachen. - Denn es fallen ja weiterhin die allermeisten (und es fielen auch schon im Frühjahr die allermeisten) Test negativ aus - Die Test sind also nicht etwa - wie die Spinner und Spinnerinnen behaupten - eine 'Infektions-Erfindungs-Maschine', sondern in den allermeisten Fällen verneinen sie den - auf Kontakt mit Infizierten oder auf zweideutigen Symptomen beruhen - Infektionsverdacht - was den negativ Getesteten (zumindest kurzfristig) Beruhigung gibt und sie in den Vorteile einiger einschränkungs-aufhebenden Ausnahmeregelungen bringt.

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Tests

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 22:47 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Nun klar ist der Test sehr zuverlässig und testet genau das, was er testen soll!

Nur bedeutet das Vorhandensein einer bestimmten Gen-Sequenz erstmal überhaupt nicht, das betreffender infiziert ist, krank und schon gar nicht ansteckend. Das ist doch das Problem!

Und selbst wenn es funktionieren würde...Leute, es ist einfach zum Glück eine sehr sehr ungefährliche Sache...die WHO spricht von 0,14 % Risiko zu sterben!

Muss es ganz bei 0 sein, damit man hier mal aufhört vor lauter Panik unter Merkels Rock hervorzukriechen. Isset so schön da unten?

Also selbst wenn Test funzen sollte, so what? Is ja fast niemand krank davon. Kostet übrigens n SChweinegeld...könnte man besser ausgeben.

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Dieser Kommentar wurde entfernt.

@ "die WHO spricht von 0,14 % Risiko zu sterben!"

Autor: anonym Datum: 17. Oct 2020 23:20 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Nein; es sterben vielmehr - wie bereits in dem Artikel gezeigt wurde - rund 3 Prozent der Personen, von denen bekannt ist, dass sie infiziert wurden.

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Noch ein Beweis

Autor: anonym Datum: 24. Oct 2020 16:07 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

• Die Lockdown-Maßnahmen wurden bundesweit am 16. und 23. März bekanntgemacht.

• Dies war – gemessen am Grad der Virusverbreitung – in ‚Süddeutschland‘ eher spät; in ‚Norddeutschland‘ früh.

• Der – so gesehen – frühe Lockdown in ‚Norddeutschland‘ hat dort in den entscheidenden Wochen *jede Übersterblichkeit verhindert*, da die Virusverbreitung in einem frühen Stadium stark verlangsamt wurde.

• Der – relative späte – Lockdown in ‚Süddeutschland‘ konnte zwar – da nicht rechtzeitig – *nicht jede* Übersterblichkeit verhindern, aber sie *begrenzen*. Ohne Lockdown wären Infektions- und Todeszahlen – jedenfalls bis in den Frühsommer hinein – zunächst weiter mit der ursprünglichen Geschwindigkeit gestiegen.

• Wäre der Lockdown und nicht das Virus die Ursache der ‚süddeutschen Übersterblichkeit‘, so hätte die Übersterblichkeit auch in ‚Norddeutschland‘ auftreten müssen. Denn den Lockdown gab es bundesweit.

• Dass es in ‚Norddeutschland‘ in den fraglichen Wochen keine Übersterblichkeit gab, ist ein weitere Beweis, dass *nicht der Lockdown, sondern das Virus* – das im Süden stärker verbreitet war als im Norden – die Ursache der (v.a. süddeutschen) Übersterblichkeit ist.

Zahlen und Quellen:

siehe .pdf-Anhang

Anmerkung zum Bild:

obere Graphik ('Norden'): Die fallenden Linien zeigt an, dass es dort ‚trotz‘ Lockdowns in den relevanten Wochen keine Übersterblichkeit, sondern sogar eine leichte Untersterblichkeit gab.

untere Graphik (BaWü + Bayern): Die steigenden Linien zeigen die dortige Übersterblichkeit an, die sich – in Differenz zum Norden – nicht aus dem Lockdown erklären kann, sondern nur aus der im Süden deutlich stärkeren Virusverbreitung.

Datei(en): Noch_ein_Beweis.pdf
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