(B) Angriff auf die Stadt der Reichen, Episode 34

Autor: anonym Regionen: Berlin Themen: Freiräume SozialeKämpfe Datum: 22. Aug 2020 14:00 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

Eine Aktion im Rahmen der anhaltenden Entwertung der Stadt Berlin und des internationalen Solidaritätsaufrufs aus Thessaloniki

Ungebremst fressen sich die Projekte der InvestorInnen durch unsere Viertel, verdichten jede Fläche mit neuen Glaspalästen. Ob irgendwann die Blase platzen wird oder ob unsere Aktionen jemals ihre Schmerzgrenze erreichen – unbekannt.
Geräumt inzwischen das Barkollektiv Syndikat, geräumt auch das Squat Terra Incognita in Thessaloniki. Akut bedroht die Liebig34.

Unbeeindruckt davon ziehen wir weiterhin nachts los und richten kleine Schäden an. Wie auch am 20. August an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Weil die BewohnerInnen von Eigentumswohnungen auch exklusive Möbel brauchen, tauchen entsprechende Geschäfte auf.
Möbel Sitzfeldt, vorher am Bethaniendamm in Kreuzberg, dort öfter entglast und nun am Run auf das hippe Friedrichshain beteiligt. Bei diesem Geschäft für die Stadt der Reichen haben wir zehn große Scheiben eingeworfen.
Das Startup-Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Designersofas spezialisiert, deren Preisniveau sich dabei zwischen 700 und 3.000 Euro bewegt.

Angriffe gegen diesen Laden lösten vor Jahren die Kampagne von Tom Schreiber gegen autonome Räume aus, so dass schon über eine direkte Verbindung zwischen Sitzfeldt und ihm spekuliert wurde. In der Folge sicherten sie ihren vorherigen Standort mit Spezial-Scheiben, eine Illusion von Sicherheit, denn wir vergessen nie.

Wir wissen nicht genau wie viel seit der Räumung des Syndikat passiert ist, sind uns aber sicher, dass es mehr war, als in der Presse auftaucht. Deshalb halten wir es für wichtig auch kleinere Aktionen sichtbar zu machen. Das Vorgehen gegen de.indymedia und das Verschweigen in der bürgerlichen Presse sind Anzeichen für ihre Furcht vor einer Vermassung unserer Angriffe und zeugen davon, dass sich auch kleine Schäden irgendwann ökonomisch auswirken.
Um dagegen zu halten, sollten wir über Veröffentlichungen auf Geistige Gefährdungen oder Chronik hinaus, versuchen unsere Militanz sichtbarer zu machen.

Weiter gehts!

Solidarität mit allen kämpfenden Besetzungen weltweit!

Wir schliessen uns dem Aufruf der GefährtInnen aus Thessaloniki an, die sagen:
„Jetzt sind wir an der Reihe, zur vollständigen Offensive überzugehen. Auf Krieg antworten wir mit Krieg. Auf die Gewalt durch den Autoritarismus des Kapitals und des Staates antworten wir mit Gewalt. Auf die Grausamkeit der Individualisierung antworten wir kollektiv, indem wir unsere millitante Konfrontationen verschärfen.“

Join the feminist action week 07 – 13 September in Berlin!


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