"Effektiver Opferschutz von Betroffenen der Onlinekriminalität" --> Kommentar

Autor: anonym Themen: Antifa Repression Datum: 20. Aug 2020 06:37 Quelle: http://mphvik4btkr2qknt.onion

Da das Kommentieren bei diesem Artikel ausgeschaltet ist, hier eine Erwiderung als eigener Artikel:

Zitate:


Verschärfen Sie bundesweit die Strafen für Hassrede, Beleidigung, Rufmord und Verleumdung, die ins Netz gestellt werden, und vereinfachen Sie die Strafverfolgung. Bisher steht das Bayerische Justizministerium mit dieser Forderung alleine da. Es ist wahr, dass die Hemmschwelle, menschenfeindliche Kommentare ins Netz zu posten, niedrig ist. Sie kann durch härtere Strafen und besserer Strafverfolgung erhöht werden.

Doxing beim Namen nennen und Strafverfolgung einfacher machen: Sensible Daten wie Adresse, Telefonnummer, Schule der Kinder, Arbeitsstelle der Familienmitglieder, Bildmaterialien und andere Daten unerlaubt zu veröffentlichen und verbreiten muss ebenso härter angegangen werden, um Betroffenen zu schützen und weitere Fälle zu vermeiden.

Richten Sie einen Betroffenenfonds ein: Es ist gut, dass Kommunalpolitiker*innen besser geschützt werden sollen, allerdings müssen es auch Privatpersonen.


Mein Kommentar:

Besseren Datenschutz für alle: ja klar. Wird zwar in der Realität nicht passieren, weil sich unsere Daten ja zu Geld machen lassen (siehe das jüngste Gesetz zu den Daten der Krankenversicherten), aber kann ja mal gefordert werden.

"Erleichterte Strafverfolgung" ? Das ist eine Floskel die normalerweise von Bullen und Staatsanwälten benutzt wird um die Beseitigung der Schutzmechanismen (vor dem Staat) zu fordern.

Und wenn das tatsächlich so als Gesetzesänderung kommen würde wie gefordert, wo würde eine solche Verschärfung wohl als erstes angewendet werden ? Bei den Netznazis und Trollen, oder auf indymedia bzw. hier ?

Der Staat wird uns vor den Nazigangstern nicht schützen, wer das immer noch glaubt, der hat die Geschehnisse rund um den NSU Terror nicht verfolgt.
Die staatlichen Organe wie Polizei, Staatsanwaltschaften und geheime Dienste sind selber in unterschiedlichem Mass von rechten Gewalttätern unterwandert, und der Rest des Staates ist entweder unfähig oder unwillig sich diese aus dem Fell zu bürsten. Kaum überraschend, wenn mensch sich zB. die Geschichte der "Operation Gehlen" ansieht, dem Vorläufer des BND.

Antifaschistischen Selbstschutz aufbauen statt sich auf den Staat verlassen !!


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Kommentare:

Moderationsproblem

Autor: anonym Datum: 21. Aug 2020 11:00 Quelle: http://mphvik4btkr2qknt.onion

der Artikel, auf den du dich beziehst, ist eine Campact-Petition. Das ist ein Bürgi-Werkzeug und gehört eigentlich nicht hier her. Auf Linksunten und de.indy wurde diese immer wieder gepostet um Unterschriften zu generieren (oder warum auch immer). Jedenfalls wurde das immer wegmoderiert. Mit dem neuen dezentralen System funktioniert die Moderation offensichtlich anders.

Für die Zukunft ist daher mehr Medienkompetenz gefragt, Artikel einzuordnen. Es geht dabei nicht nur um Petitions-Spam, sondern auch um Nazifakes und anderes, was man nicht automatisch als Diskussionsanlass verstehen sollte

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aha

Autor: anonym Datum: 21. Aug 2020 12:25 Quelle: http://mphvik4btkr2qknt.onion

>Das ist ein Bürgi-Werkzeug und gehört eigentlich nicht hier her.

Ja, interessant. Bis jetzt hatte ich das noch nicht so gesehen.

>Auf Linksunten und de.indy wurde diese immer wieder gepostet um Unterschriften zu
>generieren (oder warum auch immer). Jedenfalls wurde das immer wegmoderiert.

Ja, ok. Könnte sein dass ich das hier auch machen werde. Mein Ansatz ist halt eigentlich ein möglichst breites Spektrum zuzulassen, und Sachen nur zu löschen wenn sie gegen einen konkreten Grundsatz verstossen. Auch würde ich gerne die Diskussion zu solchen Thesen etwas anregen, ansonsten besteht meiner Meinung nach immer die Gefahr sich in einer zu engen Echokammer zu bewegen. Natürlich will ich auch keine Zeit, Energie und Platz für irgendwelchen Schrott verschwenden...

> Mit dem neuen dezentralen System funktioniert die Moderation offensichtlich anders.

Ja, das ist mit Sicherheit so. Fängt damit an, dass wir momentan zu dritt sind. Ich weiss nicht wieviele Mods so auf indy sind, aber ich nehme an, mehr.

Wir verlassen uns auch zum Teil auf das Meldesystem um Sachen die weg sollen schneller zu identifizieren (der Link unten auf der Seite bzw. auf leftspace und GG der Button unter dem Artikel oder Kommentar).
Aber ziemlich wahrscheinlich brauchen wir mehr Zeit dafür als auf indy.

Grüsse

dreamer

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