Athen: Erklärung zum Angriff auf die Metro Station Petralona

Autor: Übersetzung Regionen: Athen Themen: Repression Datum: 11. Aug 2020 23:02 Quelle: http://zf2r4nfwx66apco4.onion

(Original: Indymedia Athen bzw. Act for Free )

Die Zerstörung eines Bahnhofs für den Tod eines 20 Jahre alten Sprayers

Eine graue Stadt und neblige Züge fahren um die städtische Metropole Athen herum, aber in dieser Stadt gibt es Einzelpersonen und Gruppen, die diese tägliche Wiederholung nicht ertragen können und sich auf ihren grauen und verrotteten Wänden und Zügen ausdrücken wollen und dabei ein größeres Risiko eingehen, um ihre Botschaft in der ganzen Stadt zu verbreiten. Graffiti wurde von der Gesellschaft als Ganzes nicht immer akzeptiert, und der Staat betrachtet das als Feind, der das, was sie für ein europäisches Stadtmodell sauber haben wollen, beschmutzt. Dies wird aus der verbalen Attacke eines "respektablen" Bürgers des so genannten "Ruffianou" deutlich, der dich bedroht, indem er die Polizei ruft und oft körperliche Gewalt anwendet.

Von der Verfolgungsjagd der Sicherheitskräfte auf den Schienen bis zu den öffentlichen Positionen von Politikern, siehe Bakoyannis (Bürgermeister von Athen), wo er im Rahmen der Politik der Agenda für die Gentrifizierung des Zentrums, diesen Menschen den Krieg erklärte. Das Malen an einer Wand, in einem Zug ist das Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit auszudrücken, d.h. sie erlauben es einem nicht, sich offen auszudrücken, denn wenn es etwas anderes ist als das, was sie sagen, wirst du unterdrückt, und das ist ein erwiesenes Phänomen der Anklage, sie werden dich vor Gericht bringen, weil du eine einfache Brücke bemalt hast.

Von 2008 bis heute zählen wir für ein einfaches Gemälde 5 Todesfälle junger Menschen durch die Elektrizität der Schienen, aufgrund der Willkür der Sicherheitskräfte, die sich nicht an ihre Vorschriften halten und beschließen, die Helden ihres privaten Unternehmens zu spielen und für diese Morde verantwortlich zu sein. Der Begriff "Mord" kommt daher, weil allen Fällen eines gemeinsam ist. Nachdem sie auf gefährlichen Schienen gejagt wurden, ohne dass es zu einer Stromabschaltung gekommen ist, und in der Panik, die man durchlebt, um den Spitzeln der "ESA" und jeder anderen Sicherheitsfirma zu entkommen, trifft sie der Strom. Es sind nicht nur diese Vorfälle. Wir haben den Tod von Thanasis Kanaoutis durch einen Kontrolleur in Peristeri unter den Rädern eines Busses, die Verfolgungsjagd eines migrantischen Straßenhändlers auf den Gleisen von Thissio, in deren Folge er in den Strom des Bahnhofs geriet, und die mehrfachen rassistischen Angriffe gegen Immigranten, die die Öffentlichen als Hauptverkehrsmittel benutzen, die vor einem Monat in der Ermordung eines 20-Jährigen auf den Schienen der Metrostation Attika gipfelten, nachdem er von Sicherheitsleuten verfolgt worden war.

Natürlich gibt es bei all dem eine tadellose Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Sicherheitsfirmen, was wir mit der Installation der automatischen Türen an den Eingängen der Bahnhöfe, der Stationierung von Bullen innerhalb der Bahnhöfe sehen, wo sie jede Bewegung von uns kontrollieren. In all dem sehen wir den Zweck der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit und die Schaffung eines europäisierten Stadtzentrums, dass zur Erreichung dieses Zieles vielfältige rassistische Pogrome stattfinden lässt, die Verschiebung von Drogenabhängigen von Region zu Region, um sie als Mittel der Abwertung von Kiezen zu benutzen, wo immer sie wollen, die Zunahme der Repressionen im gesamten Zentrum, von der willkürlichen Gewalt der DELTA-Gruppen vor allem im Gebiet von Exarchia bis hin zu den Schlägen gegen MigrantInnen auf dem Victoria Square und ihre Verbringung in Gefangenenlager, Höllenlöcher und sogar Deportationen und all dies, sowie vieles weitere mit dem Zeichen der Aufwertung des Omonia-Platzes. Ihr Bemühen, alles zu unterdrücken, was außerhalb des gesetzlichen Rahmens liegt, die Einrichtung von langen Spazierwegen und einer sauberen und sterilen Stadt.

All dies und noch viel mehr sind der Grund, so zu handeln und zwar zu handeln wie in Chile und Brasilien, wo die Verteuerung des öffentlichen Nahverkehrs der Grund für Aufstände war, denn in dem bereits bestehenden Elend können wir "saubere" Städte und sterile Zentren für die reichen und ruhigen Bürger nicht ertragen. Wir wollen Bürgersteige voller StraßenhändlerInnen, bunte Züge und Mauern, überall Hausbesetzungen und Räume des Kampfes.

In der Nacht vom 27. Juli entschieden wir uns also zumindest dafür, die Metro Station Petralona während der Öffnungszeiten anzugreifen und zu zerstören, wobei wir besonders Zugangssperren und Automaten zerbrachen, und um zu zeigen, dass es kein weiterer Tod war, der ohne eine Antwort vergehen würde.

PS: Wir danken den Fahrgästen, die uns Zuspruch gaben und applaudierten. Wir sind glücklich, gemeinsam für eine längere Zeit, durch diese Aktiondie Bahn hier kostenlos nutzen zu können.

AnarchistInnen

FÜR EIN ENDE DER APATHIE

SAUBERE STÄDTE – NUR MIT SCHMUTZIGEM GEIST

SECURITIES NEHMT DIE HÄNDE VON DEN SPRAYERiNNEN

SOLIDARITY WITH THE SQUATS

A CITY ON FIRE IS A FLOWER BLOOMING

MOVEMENT WITHOUT TICKETS FOR EVERYONE


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